Schlagwort-Archive: Politik

Angela zum Diktat

So könnte das mit dem heute vom Kabinett beschlossenen Leistungsschutzrecht gelaufen sein:

Friede sitzt mit Kai zusammen:
Friede: Es läuft nicht mehr, das mit diesem Internet ist blöd. Wir haben keine Idee wie wir da Geld verdienen können. Wir sind bald pleite.
Kai: Ich habe eine Idee, wir holen uns das Geld einfach bei Google. Ich sprech mal mit dem Christoph.

Kai ruft Christoph an:
Kai: Du, Christoph, wir müssen was tun. Friede hat Angst das sie bald Hartz4 braucht und keine Idee wie wir in diesem Internet Geld verdienen. Ich werde mal für ein paar Monate ins Silicon Valley gehen und mal schauen wie die Amis das machen. Kannst du bitte in der Zwischenzeit mal bei Angela vorbeischauen, ich schreibe dir gleich einen Brief mit den Details zu meiner Idee.

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Wulffs Telefonterror – Anruf bei SIXT

Unser Bundespräsident Christian Wulff ist offenbar unter die Telefonspammer gegangen und hat bei einigen Leuten des Axel Springer Verlag angerufen. Heute kommt heraus, dass er offensichtlich auch bei der Welt angerufen hat und einen Artikel verhindern wollte. Ja, es ist der Bundespräsident, der noch in Kuwait die Pressefreiheit für „Gaaannnzzz WICHTIG“ erklärt hat.

Ich vermute mal, er es auch schon bei Sixt versucht hat. Immerhin haben die ja auch Werbung mit einem Bild von ihm und dem Spruch „Spaß kann man auch ohne reiche Freunde haben“ gemacht.

So könnte es gelaufen sein:

Sixt: Herzlich Willkommen bei Sixt! Was kann ich für Sie tun?
CW: Guten Tag hier ist Wulff. Ich möchte mich beschweren. Sie machen Werbung mit mir und das möchte ich gerne verhindern.
Sixt: Sie möchten also ein Auto aus der aktuellen Werbung haben. Eins für jemanden ohne reiche Freunde?
CW: Nein, ich habe reiche Freunde und die geben mir auch mal ihre Autos. Ich möchte mich beschweren.
Sixt: Oh, da muss ich mal schauen. Hmmm. Ich erreiche gerade niemanden in der Beschwerdeabteilung.
CW: Dann geben Sie mir die Geschäftsleitung. Sie sprechen mit dem Bundespräsidenten Christian Wulff und nicht irgendeinem Hans Wurst.
Sixt: Bitte bleiben sie sachlich. Ich schaue was ich tun kann. Einen Moment bitte.

Sixt: Auch die Geschäftsleitung ist nicht erreichbar, sie können aber gerne eine Nachricht  hinterlassen. Ich verbinde sie.
Sixt-Anrufbeantwort: Bitte sprechen Sie nachdem Ton. *piep*
CW:  Guten Tag, hier spricht …. *schimpf*

Wen hat der Herr Bundespräsident denn eigentlich noch angerufen? Ich finde, jetzt ist ein Anruf von ihm bei Frau Merkel fällig und danach sollte er vor die Presse treten und seinen Rücktritt erklären. Gerne auch auf den Anrufbeantworter.

Hinweis in eigener Sache: Lieber Herr Wulff, wenn Sie auch mir eine Nachricht zu kommen lassen möchten, dann dürfen Sie gerne die Kommentarfunktion nutzen. Wenn Sie lieber telefonieren möchten, dann rufen Sie bitte meinen Assistenten Telefon-Paul unter 0711 – 50 88 55 24 an.

Update: Gerade noch einen schönen Artikel von Michael Spreng gefunden, den ich sehr gut finde: Das Schlusskapitel 

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Google vs. Kölner FDP II

Vor zwei Wochen hat sich die Kölner FDP beschwert und Google scheint die Kritik ernst genommen zu haben. Köln ist jetzt auf Stufe 3 bei Google Maps zu sehen. Darunter mussten natürlich andere Städte leiden. Ausgerechnet die Landeshauptstadt Düsseldorf wurde zurück gesetzt und ist jetzt erst auf Stufe 5 gelandet. Das sorgt jetzt natürlich bei den FDPlern in Düsseldorf für Unmut. Man könnte auch sagen: Sommertheater.

Liebe FDP, habt ihr im Moment nicht andere Probleme? Laut der aktuellen Sternumfrage liegt ihr bei 3%. Gibt es da nichts wichtigeres, als sich über die Einblendung bei Google Maps zu beschweren? Dann solltet ihr euch nicht wundern, wenn ihr bald von der politischen Landkarte verschwindet. Dann will ich aber kein lautes Aufheulen hören. Denn das ist selbst verschuldet. Da hilft dann keine Beschwerde bei Google. Aber persönlich fände ich es ehrlich gesagt nicht schlimm. 🙂 Also macht ruhig weiter so! Verschwindet am besten im Sommerloch.

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Google vs. Kölner FDP

Ein Entwurf der neuen Stufe 0 von Google Maps

Ein Entwurf der neuen Stufe 0 von Google Maps

Ein Skandal. Das Unternehmen Google ignoriert Köln. So ähnlich sieht es zumindest die Kölner FDP. Erst auf der 6. Stufe erscheint die Stadt am Rhein bei Google Maps und das ist natürlich nicht angemessen. Deshalb hat die FDP in einem Antrag an den Stadtrat Abhilfe gefordert. Ich denke bei Google Deutschland in Hamburg werden Sie sich kringeln vor lachen, oder schon ganz verängstigt unter den Tisch gekrabbelt sein.

Der Kölner Stadtanzeiger ist der Sache auf den Grund gegangen und allem Anschein nach hat es einfach technische Gründe und ist keineswegs Absicht von den bösen Google-Mitarbeitern. Es ist einfach nicht genug Platz auf der Karte.

Was gibt es jetzt für Möglichkeiten? Hauptproblem ist, dass Köln in einem so dicht besiedelten Gebiet liegt und es so viele, mehr oder weniger schöne, Städte in der Umgebung gibt. Also könnte die FDP in dem Antrag doch auch einfach fordern die Stadt Köln zu verlegen. Etwa nördlich von Hamburg. Da ist schon 2 Stufen früher Platz für eine Weltstadt wie Köln. Oder noch besser nach Grönland, da würde Köln vermutlich schon in der ersten Zoom-Stufe erscheinen. Oder Google stellt sich einfach nicht so an und setzt meinen Vorschlag oben um. 🙂

Was lernen wir aus der Geschichte: Es ist SOMMERLOCH. Die Politik und die Medien haben scheinbar keine wichtigen Themen um die es sich zu kümmern gilt. Oder gibt es in Köln wirklich keine anderen Baustellen?

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Exportiert Kopierer statt Waffen

Die Bundesregierung legt sich im Moment ein Ei nachdem anderen ins Nest. Erst werden Panzer nach Saudi-Arabien verkauft, jetzt soll auch noch Angola Patrouillenschiffe bekommen. In Angola macht Frau Merkel sogar selbst die Verkäuferin. Natürlich sind Exporte auch wichtig für die Wirtschaft, aber vielleicht sollte es andere Waren sein. Möglichkeiten gibt es viele, hier zwei Vorschläge von mir:

1. Kopierer

Aktuell haben wir zum Beispiel scheinbar ein Überangebot an Kopiergeräten. Die könnten wir doch exportieren? Die Modelle sind noch recht jung und waren durchaus erfolgreich. Zum Teil sogar mit viel Glamour und Strahlkraft ausgestattet. Allerdings hatten bis jetzt fast alle einen Gelb- oder Blaustich. Auch tragen Sie komische Namen und zwar fast immer mehrere. Wenn nicht dann sind die Buchstaben ziemlich wild aneinander gereit. Hier eine aktuelle Modellübersicht: Weiterlesen

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Bild ist neidisch?

Liebe Bild-Zeitung,

was ist bloß los? Ihr seid doch überparteilich, oder? So steht es doch auf dem Titelblatt, wenig ich mich nicht irre. (Ich habe schon lange kein gedrucktes Exemplar in der Hand gehabt.) Da schreibt der Verteidigungsminister scheinbar im großen Stil ab und was tut die Bild? Nichts. Jeden anderen Politiker hättet ihr schon kaputt geschrieben. Die Messer wären gewetzt worden, die Kolumnen böse. Warum jetzt nicht?

Ach richtig. Es geht ja jetzt um euren Gutti, den adeligen Superheld mit Göttergattin. Dem Adel darf man nicht ans Bein pinkeln (der pinkelt selbst an Beine).

Immerhin, euer Kolumnist gesteht endlich ein, dass er keine Ahnung hat, von dem was er schreibt. Warum schreibt er dann überhaupt?  Wie sagt Dieter Nuhr doch so schön: Einfach mal Fresse halten.

Mir kommt gerade noch ein ganz anderer Verdacht, warum Ihr euch in der Bild-Redaktion so zurückhaltet und lieber darüber schreibt, dass es der Neid sei, der die Plagiatsvorwürfe so nach oben spielt. Ist es bei euch auch der Neid? Immerhin hat der feine Adelige ja bei der FAZ abgeschrieben und nicht bei euch.  Aber jetzt seid doch mal ehrlich, wenn er mit Schriftgröße 44 gearbeitet hätte, dann wäre das Abschreiben doch noch schneller aufgefallen. 🙂

Update: Gerade habe ich den Artikel veröffentlicht und danach mal beim BildBlog reingeschaut und was muss ich da lesen: Der Herr Wagner hatte ja doch mal Ahnung. Bei solch einer Vergesslichkeit, sollte er vielleicht mal seinen Doktor aufsuchen. Vielleicht tut es aber auch ein normaler Arzt. Denn er schreibt ja selbst: „Scheiß auf den Doktor“


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Aigner, Radiergummi und Kartellrecht

Aus dem „Radiergummi“-Artikel von Frau Aigner:

SZ: Manche sind auf gewisse Internetdienste angewiesen. Freiberufler etwa brauchen heutzutage ein Facebook-Profil fürs Marketing in eigener Sache.

Aigner: Das könnte dann eine Frage des Kartellrechts sein. Es gibt nach wie vor Alternativen, auch in Deutschland, mit höheren Sicherheitsstandards.

Artikel: Datenschutz als deutsches Markenzeichen

Was hat die Antwort von Frau Aigner denn mit der Feststellung der SZ zu tun? Was kann das Kartellrecht daran ändern? Facebook verbieten, weil es in Deutschland das beliebteste Netzwerk ist? Hmmm…herzlich Willkommen in China. Da gibts die Zensur schon länger.

Das eigentliche Thema des Artikels „der digitale Radiergummi ist ja schon oft genug zitiert und diskutiert worden. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

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