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Wulffs Telefonterror – Anruf bei SIXT

Unser Bundespräsident Christian Wulff ist offenbar unter die Telefonspammer gegangen und hat bei einigen Leuten des Axel Springer Verlag angerufen. Heute kommt heraus, dass er offensichtlich auch bei der Welt angerufen hat und einen Artikel verhindern wollte. Ja, es ist der Bundespräsident, der noch in Kuwait die Pressefreiheit für „Gaaannnzzz WICHTIG“ erklärt hat.

Ich vermute mal, er es auch schon bei Sixt versucht hat. Immerhin haben die ja auch Werbung mit einem Bild von ihm und dem Spruch „Spaß kann man auch ohne reiche Freunde haben“ gemacht.

So könnte es gelaufen sein:

Sixt: Herzlich Willkommen bei Sixt! Was kann ich für Sie tun?
CW: Guten Tag hier ist Wulff. Ich möchte mich beschweren. Sie machen Werbung mit mir und das möchte ich gerne verhindern.
Sixt: Sie möchten also ein Auto aus der aktuellen Werbung haben. Eins für jemanden ohne reiche Freunde?
CW: Nein, ich habe reiche Freunde und die geben mir auch mal ihre Autos. Ich möchte mich beschweren.
Sixt: Oh, da muss ich mal schauen. Hmmm. Ich erreiche gerade niemanden in der Beschwerdeabteilung.
CW: Dann geben Sie mir die Geschäftsleitung. Sie sprechen mit dem Bundespräsidenten Christian Wulff und nicht irgendeinem Hans Wurst.
Sixt: Bitte bleiben sie sachlich. Ich schaue was ich tun kann. Einen Moment bitte.

Sixt: Auch die Geschäftsleitung ist nicht erreichbar, sie können aber gerne eine Nachricht  hinterlassen. Ich verbinde sie.
Sixt-Anrufbeantwort: Bitte sprechen Sie nachdem Ton. *piep*
CW:  Guten Tag, hier spricht …. *schimpf*

Wen hat der Herr Bundespräsident denn eigentlich noch angerufen? Ich finde, jetzt ist ein Anruf von ihm bei Frau Merkel fällig und danach sollte er vor die Presse treten und seinen Rücktritt erklären. Gerne auch auf den Anrufbeantworter.

Hinweis in eigener Sache: Lieber Herr Wulff, wenn Sie auch mir eine Nachricht zu kommen lassen möchten, dann dürfen Sie gerne die Kommentarfunktion nutzen. Wenn Sie lieber telefonieren möchten, dann rufen Sie bitte meinen Assistenten Telefon-Paul unter 0711 – 50 88 55 24 an.

Update: Gerade noch einen schönen Artikel von Michael Spreng gefunden, den ich sehr gut finde: Das Schlusskapitel 

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Exportiert Kopierer statt Waffen

Die Bundesregierung legt sich im Moment ein Ei nachdem anderen ins Nest. Erst werden Panzer nach Saudi-Arabien verkauft, jetzt soll auch noch Angola Patrouillenschiffe bekommen. In Angola macht Frau Merkel sogar selbst die Verkäuferin. Natürlich sind Exporte auch wichtig für die Wirtschaft, aber vielleicht sollte es andere Waren sein. Möglichkeiten gibt es viele, hier zwei Vorschläge von mir:

1. Kopierer

Aktuell haben wir zum Beispiel scheinbar ein Überangebot an Kopiergeräten. Die könnten wir doch exportieren? Die Modelle sind noch recht jung und waren durchaus erfolgreich. Zum Teil sogar mit viel Glamour und Strahlkraft ausgestattet. Allerdings hatten bis jetzt fast alle einen Gelb- oder Blaustich. Auch tragen Sie komische Namen und zwar fast immer mehrere. Wenn nicht dann sind die Buchstaben ziemlich wild aneinander gereit. Hier eine aktuelle Modellübersicht: Weiterlesen

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Soziale Medien – Fortschritt, Moral & Generationenkonflikt

Auf Spiegel online geht es unter dem Titel „Es lebe die Verweichlichung“ um die Kritik an sozialen Medien. Der Beitrag ist eine Gegenrede auf einen Beitrag des Chefredakteur der New York Times. Hier ein paar Einwürfe dazu von mir:

Ein wesentlicher Teil des Beitrags ist die Unterschiedlichkeit des Umgangs mit dem sozialen Netzwerken der verschiedenen Generationen. Gerade die älteren Nutzern haben häufiger Probleme damit, weil sie nicht mit diesen Medien aufgewachsen sind. Die jüngeren gehen viel natürlicher damit um. Sie kennen eine Welt ohne Internet nicht und haben von daher oft auch einen offeneren Umgang. Sie nutzen es einfach, ohne groß darüber nachzudenken. Weiterlesen

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