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Es darf wieder verpixelt werden

Es ist wieder soweit, wir dürfen wieder Anträge auf Verpixelung stellen. Komischerweise ist es im Moment noch ziemlich ruhig in den Medien. Woran liegt das? Vermutlich daran, weil es nicht um Streetview vom bösen Google geht, sondern um StreetSide vom lieben Microsoft. Oder liegt es einfach daran, dass nur wenige die Bing-Suche und die Microsoft-Dienste nutzen und deshalb wenig darüber geschrieben wird? Vermutlich eher an letzterem.

Aber warum überhaupt verpixeln? Angeregt durch einen Artikel auf BasicThinking, versuche ich eine Antwort darauf zu geben. Weiterlesen

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Google vs. Kölner FDP II

Vor zwei Wochen hat sich die Kölner FDP beschwert und Google scheint die Kritik ernst genommen zu haben. Köln ist jetzt auf Stufe 3 bei Google Maps zu sehen. Darunter mussten natürlich andere Städte leiden. Ausgerechnet die Landeshauptstadt Düsseldorf wurde zurück gesetzt und ist jetzt erst auf Stufe 5 gelandet. Das sorgt jetzt natürlich bei den FDPlern in Düsseldorf für Unmut. Man könnte auch sagen: Sommertheater.

Liebe FDP, habt ihr im Moment nicht andere Probleme? Laut der aktuellen Sternumfrage liegt ihr bei 3%. Gibt es da nichts wichtigeres, als sich über die Einblendung bei Google Maps zu beschweren? Dann solltet ihr euch nicht wundern, wenn ihr bald von der politischen Landkarte verschwindet. Dann will ich aber kein lautes Aufheulen hören. Denn das ist selbst verschuldet. Da hilft dann keine Beschwerde bei Google. Aber persönlich fände ich es ehrlich gesagt nicht schlimm. 🙂 Also macht ruhig weiter so! Verschwindet am besten im Sommerloch.

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Verlage schießen sich ein Eigentor!?

In Belgien haben einige Verlage gegen Google geklagt und Recht bekommen. Daraufhin hat Google die Seiten aus dem Suchindex genommen. Nicht nur aus Google News, sondern komplett entfernt. Laut Google war dies nötig, weil sich das Gericht in seinem Urteil nicht eindeutig auf den Dienst Google News beschränkt hat. Sicher ist dies eine sehr harte Entscheidung und für die Verleger entsteht ein gewaltiges Problem: Sie sind von einem Tag auf den anderen bei der größten Suchmaschine der Welt nicht mehr sichtbar.

Aber musste es soweit überhaupt kommen? Weiterlesen

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Google vs. Kölner FDP

Ein Entwurf der neuen Stufe 0 von Google Maps

Ein Entwurf der neuen Stufe 0 von Google Maps

Ein Skandal. Das Unternehmen Google ignoriert Köln. So ähnlich sieht es zumindest die Kölner FDP. Erst auf der 6. Stufe erscheint die Stadt am Rhein bei Google Maps und das ist natürlich nicht angemessen. Deshalb hat die FDP in einem Antrag an den Stadtrat Abhilfe gefordert. Ich denke bei Google Deutschland in Hamburg werden Sie sich kringeln vor lachen, oder schon ganz verängstigt unter den Tisch gekrabbelt sein.

Der Kölner Stadtanzeiger ist der Sache auf den Grund gegangen und allem Anschein nach hat es einfach technische Gründe und ist keineswegs Absicht von den bösen Google-Mitarbeitern. Es ist einfach nicht genug Platz auf der Karte.

Was gibt es jetzt für Möglichkeiten? Hauptproblem ist, dass Köln in einem so dicht besiedelten Gebiet liegt und es so viele, mehr oder weniger schöne, Städte in der Umgebung gibt. Also könnte die FDP in dem Antrag doch auch einfach fordern die Stadt Köln zu verlegen. Etwa nördlich von Hamburg. Da ist schon 2 Stufen früher Platz für eine Weltstadt wie Köln. Oder noch besser nach Grönland, da würde Köln vermutlich schon in der ersten Zoom-Stufe erscheinen. Oder Google stellt sich einfach nicht so an und setzt meinen Vorschlag oben um. 🙂

Was lernen wir aus der Geschichte: Es ist SOMMERLOCH. Die Politik und die Medien haben scheinbar keine wichtigen Themen um die es sich zu kümmern gilt. Oder gibt es in Köln wirklich keine anderen Baustellen?

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Facebook hat einen Gegner: Google+

Es ist im Moment vor allem in Tech-Kreisen in aller Munde: Google+

Was ist Google+? Man könnte sagen ein Copycat von Facebook. Vor wenigen Tagen hat Google das Netzwerk angekündigt und es gab erste Einladungen dazu. Google+ befindet sich noch in der Testphase, macht aber auf den ersten Blick einen wirklichen guten Eindruck. Die Einstellungen sind einfach und übersichtlich, vor allem im Hinblick auf die Privatsphäre-Einstellungen. Das ist ja gerade bei uns in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema und bei Facebook schon länger ein großer Kritikpunkt. Was jetzt noch fehlt ist eine ausreichend großer Nutzerbasis um es wirklich zu testen. Aber auch da tut sich schon einiges. Offiziell ist es im Moment noch nicht möglich neue Freunde einzuladen, aber es gibt eine „Lücke“. Denn wenn man einen Beitrag schreibt und dort eine Person hinzufügt, die noch nicht bei Google+ ist, bekommt der Kontakt eine E-Mail mit dem Link zum Beitrag und kann sich dann bei Google# anmelden. So können inoffiziell immer mehr Leute dazu kommen und Google dürfte diese Lücke auch nicht schließen. Warum auch? Je mehr Leute dabei sind umso besser für Google+, dann nimmt der Hype nicht so schnell ab und das Netzwerk kann schnell wachsen. Die weiteren Funktionen kommen dann nach und nach.

Noch kann keiner sagen ob Mark Zuckerberg jetzt Panik bekommt, aber wenn es ein Unternehmen schaffen kann eine echte Konkurrenz zu Facebook aufzubauen, dann in meinen Augen fast nur Google. Warum? Eine gute und für mich weitgehend richtig Einschätzung findet sich hier. Google hat genug Geld, viele vorhandene Produkte können in Plus integriert werden, ein riesige Werbenetzwerk steht auch zur Verfügung. Und ganz wichtig: Google hat die Fehler schon gemacht und scheinbar daraus gelernt. Google hat also eine gute Ausgangsbasis. Ich bin auf die weitere Entwicklung gespannt.

Auch andere Netzwerke wie diaspora wurden anfänglich begeistert gefeiert, sind aber mittlerweile in der Versenkung verschwunden. Aus ganz unterschiedlichen Gründen. Google könnte genug Kraft haben nicht gleich wieder in der Versenkung zu verschwinden. 🙂

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Die Macht der Mehrheit

Einer meiner (zahlreichen) Mitblogger hat kürzlich in diversen sozialen Medien auf diesen Artikel verlinkt (in nicht unbedingt positiver Art und Weise). Ich halte die meisten der Aussagen da für bloße Panikmache (Street View! Gmail Werbung! …), und der generellen Vorschlag des Artikels ist selbst für mich zu kommunistisch. Aber. Folgender Absatz ist dann doch etwas, dem ich zustimmen mag:

Die „richtige“ Antwort bei Google ist die, die am häufigsten gegeben wurde. In 80 Prozent aller Fälle dürfte das kein Problem sein, weil sich in den ersten zehn Suchergebnissen eine eindeutige Antwort findet. Aber in den weniger eindeutigen Fällen kann die Mehrheitsmeinung gegenüber der Minderheitenposition bevorzugt und so gefestigt werden. So verstärkt Google den Trend zu einer Welt, die immer einförmiger wird, je mehr sie zusammenwächst.

Auch das ist sicher ein wenig Panikmache. Dennoch: Ich erinnere mich an die Zeit als Amazon.de zum ersten Mal verkündete: „Kunden, die XXX gekauft haben, waren auch an YYY interessiert.“—meine erste Reaktion (die noch immer anhält) war Folgende: Wenn ich nur lese, was andere, die das lesen, was ich lese, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich etwas Neues, Interessantes entdecke, recht gering. Bei Amazon hatte ich die einfache Möglichkeit, den aufdringlichen Ratschlag zu ignorieren—bei Google habe ich das nicht.

Ein Beispiel: Kürzlich wollte ich die Website des Philosophen Kissine finden. Google versuchte hilfreich zu sein, und zeigte mir Treffer, die das Wort „kiss“ enthalten. Und dies war nicht ein Fall von „meinten Sie …“—Google (bzw., ihr statistisches Modell) entschied einfach, dass ich ich am Küssen interessiert sein muss.

So, die Kritik hier ist nicht unbedingt, dass Google zuviel Macht hat, die es missbrauchen kann (obwohl auch das einen Gedanken wert ist), sondern einfach, dass (einfache) statistische Modelle schnell interessante Daten ausblenden können, die anderweitig sehr relevant wären. In einer Zeit, in der etwas, das nicht googlebar ist als kaum existent angesehen wird, ist das sicher etwas, über dass man sich Sorgen machen darf.

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