Google vs. Kölner FDP

Ein Entwurf der neuen Stufe 0 von Google Maps
Ein Entwurf der neuen Stufe 0 von Google Maps

Ein Skandal. Das Unternehmen Google ignoriert Köln. So ähnlich sieht es zumindest die Kölner FDP. Erst auf der 6. Stufe erscheint die Stadt am Rhein bei Google Maps und das ist natürlich nicht angemessen. Deshalb hat die FDP in einem Antrag an den Stadtrat Abhilfe gefordert. Ich denke bei Google Deutschland in Hamburg werden Sie sich kringeln vor lachen, oder schon ganz verängstigt unter den Tisch gekrabbelt sein.

Der Kölner Stadtanzeiger ist der Sache auf den Grund gegangen und allem Anschein nach hat es einfach technische Gründe und ist keineswegs Absicht von den bösen Google-Mitarbeitern. Es ist einfach nicht genug Platz auf der Karte.

Was gibt es jetzt für Möglichkeiten? Hauptproblem ist, dass Köln in einem so dicht besiedelten Gebiet liegt und es so viele, mehr oder weniger schöne, Städte in der Umgebung gibt. Also könnte die FDP in dem Antrag doch auch einfach fordern die Stadt Köln zu verlegen. Etwa nördlich von Hamburg. Da ist schon 2 Stufen früher Platz für eine Weltstadt wie Köln. Oder noch besser nach Grönland, da würde Köln vermutlich schon in der ersten Zoom-Stufe erscheinen. Oder Google stellt sich einfach nicht so an und setzt meinen Vorschlag oben um. 🙂

Was lernen wir aus der Geschichte: Es ist SOMMERLOCH. Die Politik und die Medien haben scheinbar keine wichtigen Themen um die es sich zu kümmern gilt. Oder gibt es in Köln wirklich keine anderen Baustellen?

Exportiert Kopierer statt Waffen

Die Bundesregierung legt sich im Moment ein Ei nachdem anderen ins Nest. Erst werden Panzer nach Saudi-Arabien verkauft, jetzt soll auch noch Angola Patrouillenschiffe bekommen. In Angola macht Frau Merkel sogar selbst die Verkäuferin. Natürlich sind Exporte auch wichtig für die Wirtschaft, aber vielleicht sollte es andere Waren sein. Möglichkeiten gibt es viele, hier zwei Vorschläge von mir:

1. Kopierer

Aktuell haben wir zum Beispiel scheinbar ein Überangebot an Kopiergeräten. Die könnten wir doch exportieren? Die Modelle sind noch recht jung und waren durchaus erfolgreich. Zum Teil sogar mit viel Glamour und Strahlkraft ausgestattet. Allerdings hatten bis jetzt fast alle einen Gelb- oder Blaustich. Auch tragen Sie komische Namen und zwar fast immer mehrere. Wenn nicht dann sind die Buchstaben ziemlich wild aneinander gereit. Hier eine aktuelle Modellübersicht: „Exportiert Kopierer statt Waffen“ weiterlesen

Facebook hat einen Gegner: Google+

Es ist im Moment vor allem in Tech-Kreisen in aller Munde: Google+

Was ist Google+? Man könnte sagen ein Copycat von Facebook. Vor wenigen Tagen hat Google das Netzwerk angekündigt und es gab erste Einladungen dazu. Google+ befindet sich noch in der Testphase, macht aber auf den ersten Blick einen wirklichen guten Eindruck. Die Einstellungen sind einfach und übersichtlich, vor allem im Hinblick auf die Privatsphäre-Einstellungen. Das ist ja gerade bei uns in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema und bei Facebook schon länger ein großer Kritikpunkt. Was jetzt noch fehlt ist eine ausreichend großer Nutzerbasis um es wirklich zu testen. Aber auch da tut sich schon einiges. Offiziell ist es im Moment noch nicht möglich neue Freunde einzuladen, aber es gibt eine „Lücke“. Denn wenn man einen Beitrag schreibt und dort eine Person hinzufügt, die noch nicht bei Google+ ist, bekommt der Kontakt eine E-Mail mit dem Link zum Beitrag und kann sich dann bei Google# anmelden. So können inoffiziell immer mehr Leute dazu kommen und Google dürfte diese Lücke auch nicht schließen. Warum auch? Je mehr Leute dabei sind umso besser für Google+, dann nimmt der Hype nicht so schnell ab und das Netzwerk kann schnell wachsen. Die weiteren Funktionen kommen dann nach und nach.

Noch kann keiner sagen ob Mark Zuckerberg jetzt Panik bekommt, aber wenn es ein Unternehmen schaffen kann eine echte Konkurrenz zu Facebook aufzubauen, dann in meinen Augen fast nur Google. Warum? Eine gute und für mich weitgehend richtig Einschätzung findet sich hier. Google hat genug Geld, viele vorhandene Produkte können in Plus integriert werden, ein riesige Werbenetzwerk steht auch zur Verfügung. Und ganz wichtig: Google hat die Fehler schon gemacht und scheinbar daraus gelernt. Google hat also eine gute Ausgangsbasis. Ich bin auf die weitere Entwicklung gespannt.

Auch andere Netzwerke wie diaspora wurden anfänglich begeistert gefeiert, sind aber mittlerweile in der Versenkung verschwunden. Aus ganz unterschiedlichen Gründen. Google könnte genug Kraft haben nicht gleich wieder in der Versenkung zu verschwinden. 🙂

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Mark und die Blase

Mark rennt wie wild in seinem Haus rum. Es ist Samstag und er hat gerade die neusten Zahlen und die Pressestimmen dazu gelesen. Sein Gesicht ist panisch. Nackte Angst kann man aus den angespannten Gesichtszügen ablesen. Wird er jetzt verarmen? Ist jetzt alles aus?

Es geht natürlich um Mark Zuckerberg und Facebook.

Was ist passiert? Die OnlineMedien schreiben von stagnierenden Nutzerzahlen in den USA, Großbritannien und Kanada. Dort hat sich das Wachstum etwas verlangsamt. Im Rest der Welt ist das Wachstum unverändert. Was haben die Analysten und Medien erwartet? Dass Facebook immer weiter wächst und nie gebremst wird? Es ist doch nur normal, dass die Geschwindigkeit des Wachstums gebremst wird. Der Markt ist irgendwann gesättigt und die Nutzung geht dann etwas zurück. Weil eben nicht jeder Nutzer alle paar Minuten auf Facebook schaut, was sich wichtiges oder auch unwichtiges getan hat.  Das sollte eigentlich jedem klar gewesen sein und ich glaube Mark Zuckerberg wird nicht wie oben skizziert durch seine Wohnung tigert, sondern ganz entspannt an der Entwicklung seines Unternehmens arbeitet. „Mark und die Blase“ weiterlesen

Soziale Medien – Fortschritt, Moral & Generationenkonflikt

Auf Spiegel online geht es unter dem Titel „Es lebe die Verweichlichung“ um die Kritik an sozialen Medien. Der Beitrag ist eine Gegenrede auf einen Beitrag des Chefredakteur der New York Times. Hier ein paar Einwürfe dazu von mir:

Ein wesentlicher Teil des Beitrags ist die Unterschiedlichkeit des Umgangs mit dem sozialen Netzwerken der verschiedenen Generationen. Gerade die älteren Nutzern haben häufiger Probleme damit, weil sie nicht mit diesen Medien aufgewachsen sind. Die jüngeren gehen viel natürlicher damit um. Sie kennen eine Welt ohne Internet nicht und haben von daher oft auch einen offeneren Umgang. Sie nutzen es einfach, ohne groß darüber nachzudenken. „Soziale Medien – Fortschritt, Moral & Generationenkonflikt“ weiterlesen

2 Kandidaten = Kampfabstimmung, 1 Kandidat = Wahl

Der Kabarettist Volker Pispers hat sich diese Woche mit dem Parteitag der Piratenpartei beschäftigt (Podcast anhören) und dabei über die für eine „größere“ Partei ungewöhnliche Wahl des Parteivorsitzenden aus mehr als einem Kandidaten berichtet. (danke an chriszim.com für das Transkript)

Ich finde er hat recht! Was ist das für ein Demokratieverständnis, wenn immer von einer Kampfabstimmung die Rede ist, wenn mehr als ein Kandidat antritt und bei einem Kandidaten wird von einer Wahl gesprochen. Ein Kandidat der sich „nur“ 60% der Stimmen durchsetzt, wäre für die Medien direkt gescheitert, so Pispers.

„2 Kandidaten = Kampfabstimmung, 1 Kandidat = Wahl“ weiterlesen

Zensus2011 – Wisst ihr mehr als ich?

Vor kurzen hatte ich doch tatsächlich so einen Fragebogen in der Post und zwar den für Gebäude- und Wohnungszählung. Den bekommen allerdings nur Immobilienbesitzer. Wissen die mehr als ich? Sollte ich eine Wohnung oder ein Haus besitzen, von dem ich überhaupt nichts weiß? Leider gibt es keine Möglichkeiten Rückfragen zu stellen. Blöder Datenschutz. Schade, denn mir will echt nicht einfallen, welche Immobilien ich besitze. 🙂

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Taz zahl ich! Ein richtiger Weg!?

Die .taz setzt schon seit längerem den Bezahldienst flattr ein. Auf der Startseite kann generell für die taz bezahlen, oder unter jedem Artikel auf den flattr-Button klicken und einen einzelnen Artikel „flattern“. Zusätzlich gab es auch schon länger die Möglichkeit einfach einen Betrag zu überweisen. „Taz zahl ich! Ein richtiger Weg!?“ weiterlesen

Jubel! Wir sind fröhlich!

Da hat doch ein Australier festgestellt, das wir in Deutschland nicht nur Papst waren/sind, sondern auch noch fröhlich. Das ist doch mal eine tolle Nachricht, oder? Grundsätzlich habe ich da ja auch gar nichts gegen. Vor allem weil wir ja gerade den größten Spassvogel der Politik verlieren, weil auch der merken musste, das nicht alles lustig ist in der Politik. Aber leider hat der Australier eine etwas komische Auswahl bei den Begriffen an den Tag gelegt.

Bei Basicthinking.de ist unter der Überschrift „Deutsche sind die fröhlichsten Menchen – auf Twitter!“ folgendes zu lesen:

Bei den negativen Begriffen scheint aber mit auffällig vielen nicht wirklich deutsch klingenden Wörtern wie “alguem”, “gitu”, “terus”, “daarna” und “jeej” irgend etwas schief gelaufen zu sein.

Wie, was? Die Begriffe kenne ich gar nicht. Jetzt hatte ich echt gehofft, wir wären alle Spassvögel und dann sind wir es doch nicht. Denn wir meckern ja auch über Twitter immer über die Politik, über Atom, über Fußball, über….alles….

Naja, aber vielleicht macht die Bild ja morgen mit der Schlagzeile von oben auf. Dann stimmt es, denn was in der „Zeitung“ steht stimmt ja immer!? Naja fast. Wer nicht alles glaubt hat recht und sollte dann einfach mal regelmäßig im BILDblog vorbeischauen.

Dieser Beitrag ist aus der Kategorie fröhlicher Nonsense. 😉

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