Archiv des Autors: Jan

Soziale Medien – Fortschritt, Moral & Generationenkonflikt

Auf Spiegel online geht es unter dem Titel „Es lebe die Verweichlichung“ um die Kritik an sozialen Medien. Der Beitrag ist eine Gegenrede auf einen Beitrag des Chefredakteur der New York Times. Hier ein paar Einwürfe dazu von mir:

Ein wesentlicher Teil des Beitrags ist die Unterschiedlichkeit des Umgangs mit dem sozialen Netzwerken der verschiedenen Generationen. Gerade die älteren Nutzern haben häufiger Probleme damit, weil sie nicht mit diesen Medien aufgewachsen sind. Die jüngeren gehen viel natürlicher damit um. Sie kennen eine Welt ohne Internet nicht und haben von daher oft auch einen offeneren Umgang. Sie nutzen es einfach, ohne groß darüber nachzudenken. Weiterlesen

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2 Kandidaten = Kampfabstimmung, 1 Kandidat = Wahl

Der Kabarettist Volker Pispers hat sich diese Woche mit dem Parteitag der Piratenpartei beschäftigt (Podcast anhören) und dabei über die für eine „größere“ Partei ungewöhnliche Wahl des Parteivorsitzenden aus mehr als einem Kandidaten berichtet. (danke an chriszim.com für das Transkript)

Ich finde er hat recht! Was ist das für ein Demokratieverständnis, wenn immer von einer Kampfabstimmung die Rede ist, wenn mehr als ein Kandidat antritt und bei einem Kandidaten wird von einer Wahl gesprochen. Ein Kandidat der sich „nur“ 60% der Stimmen durchsetzt, wäre für die Medien direkt gescheitert, so Pispers.

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Zensus2011 – Wisst ihr mehr als ich?

Vor kurzen hatte ich doch tatsächlich so einen Fragebogen in der Post und zwar den für Gebäude- und Wohnungszählung. Den bekommen allerdings nur Immobilienbesitzer. Wissen die mehr als ich? Sollte ich eine Wohnung oder ein Haus besitzen, von dem ich überhaupt nichts weiß? Leider gibt es keine Möglichkeiten Rückfragen zu stellen. Blöder Datenschutz. Schade, denn mir will echt nicht einfallen, welche Immobilien ich besitze. 🙂

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Jubel! Wir sind fröhlich!

Da hat doch ein Australier festgestellt, das wir in Deutschland nicht nur Papst waren/sind, sondern auch noch fröhlich. Das ist doch mal eine tolle Nachricht, oder? Grundsätzlich habe ich da ja auch gar nichts gegen. Vor allem weil wir ja gerade den größten Spassvogel der Politik verlieren, weil auch der merken musste, das nicht alles lustig ist in der Politik. Aber leider hat der Australier eine etwas komische Auswahl bei den Begriffen an den Tag gelegt.

Bei Basicthinking.de ist unter der Überschrift „Deutsche sind die fröhlichsten Menchen – auf Twitter!“ folgendes zu lesen:

Bei den negativen Begriffen scheint aber mit auffällig vielen nicht wirklich deutsch klingenden Wörtern wie “alguem”, “gitu”, “terus”, “daarna” und “jeej” irgend etwas schief gelaufen zu sein.

Wie, was? Die Begriffe kenne ich gar nicht. Jetzt hatte ich echt gehofft, wir wären alle Spassvögel und dann sind wir es doch nicht. Denn wir meckern ja auch über Twitter immer über die Politik, über Atom, über Fußball, über….alles….

Naja, aber vielleicht macht die Bild ja morgen mit der Schlagzeile von oben auf. Dann stimmt es, denn was in der „Zeitung“ steht stimmt ja immer!? Naja fast. Wer nicht alles glaubt hat recht und sollte dann einfach mal regelmäßig im BILDblog vorbeischauen.

Dieser Beitrag ist aus der Kategorie fröhlicher Nonsense. 😉

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Atomenergie und die Folgen des Erdbeben in Japan

Die Folgen eines Unfall in einem Atomkraftwerk werden uns im Moment in Japan auf schreckliche Weise vor Augen geführt. Auch wenn es bei uns in Deutschland eine wesentlich geringere Wahrscheinlichkeit für Erdbeben und Tsunamis gibt, muss das Thema Atomausstieg wieder auf den Tisch. Denn für einen GAU braucht es weder ein Erdbeben, noch Tsunamis. Weiterlesen

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Politikverdrossenheit in Deutschland?

Nachdem der (für mich lange überfällige) Rücktritt von Guttenberg erfolgt ist und an seine Stelle nun Herr de Maizière, die Allzweckwaffe von Frau Merkel, als Verteidigungsminister tritt, drängt sich für mich eine andere Frage auf: Ist die Politikverdrossenheit in Deutschland wirklich so groß?

Durch die öffentlichen Diskussionen in den Medien und vor allem im Internet, habe ich im Moment nicht den Eindruck einer großen Politikverdrossenheit in Deutschland. Da wird leidenschaftlich über den Rücktritt diskutiert. Bei Facebook gibt es viele inhaltlich gute Diskussionen, die Menschen nehmen an Online-Umfragen teil. Manchmal polemisch, oft jedoch auch wirklich sachlich und ruhig. Die Politik bewegt und interessiert die Menschen also doch mehr als immer behauptet wird, oder täuscht der Eindruck?

Der Herr Blome (Bild) hat gestern bei Anne Will gesagt, dass wir es bei den anstehenden Wahlen sehen werden. Er befühchtet, dass es erneut überall eine niedrigere Wahlbeteiligung geben wird. Das halte ich auch für möglich, aber ist das dann Politikverdrossenheit, oder hat das vielleicht andere Gründe? Wo sind die Ursachen dafür und, wie können sie abgestellt werden? Das ist für mich die wichtige Frage, nachdem jetzt vielleicht etwas Ruhe einkehrt.

Ob ein KTG in einigen Jahren wieder zurückkehren kann, ist zweitrangig und ich finde die Diskussion darüber im Moment völlig unpassend. Er hat einen Fehler gemacht und ist damit falsch umgegangen. Deshalb war der Rücktritt „alternativlos“. Viele Politiker sind nach einer Pause zurückgekommen (z.B. Schäuble, Özdemir, Strauss), die Möglichkeit sollte nach einigen Jahren auch für KTG gegeben sein. Jetzt sollte aber so langsam wieder mal über die eigentliche Politik gesprochen werden.

Immerhin sind in den den nächsten Wochen einige Landtagswahlen und hier in Hessen die Kommunalwahl. Da geht es nicht um KTG, sondern um Themen und Politik vor Ort. Deshalb: Bitte geht alle wählen! Egal wo ihr das Kreuz macht!

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Internet, Medien und Politik

Im Fall von Tunesien und Ägypten wurde von allen deutschen Politikern die Wichtigkeit des Internets und der Plattformen wie Facebook und Twitter herausgestellt und gelobt. Hier zeigt sich die Macht des Internets. Denn damit hat die Bevölkerung die Möglichkeit sich frei zu äußern und die Meinung nach außen zu tragen. Diese Möglichkeit haben sie sonst nicht, weil die Medien in diesen Ländern (und vielen anderen) kontrolliert werden, eine objektive Berichterstattung fast nicht möglich ist und ausländische Journalisten nicht frei arbeiten können.

Jetzt ist dieses Internet aber auch in Deutschland angekommen. Ein Politiker ist zumindest teilweise durch  das Internet „gestolpert“. Hier ist die Meinung der gleichen Politiker aber auf einmal eine andere. Hier wird eine Kampagne der Medien gewittert. Das Internet ist auf einmal nicht mehr so toll. Warum?

War der Rücktritt von Guttenberg eine Kampagne der Medien? Nein, die Debatte wurde von den Medien angestoßen und dann im Internet weitergetragen. Die Medien haben diesen Ball nur wieder zurückgespielt, was sie aber auch im Falle von Tunesien oder Ägypten gemacht haben. Da wurden sie gelobt, jetzt werden sie für ein ganz ähnliches Verhalten gescholten.

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Bild ist neidisch?

Liebe Bild-Zeitung,

was ist bloß los? Ihr seid doch überparteilich, oder? So steht es doch auf dem Titelblatt, wenig ich mich nicht irre. (Ich habe schon lange kein gedrucktes Exemplar in der Hand gehabt.) Da schreibt der Verteidigungsminister scheinbar im großen Stil ab und was tut die Bild? Nichts. Jeden anderen Politiker hättet ihr schon kaputt geschrieben. Die Messer wären gewetzt worden, die Kolumnen böse. Warum jetzt nicht?

Ach richtig. Es geht ja jetzt um euren Gutti, den adeligen Superheld mit Göttergattin. Dem Adel darf man nicht ans Bein pinkeln (der pinkelt selbst an Beine).

Immerhin, euer Kolumnist gesteht endlich ein, dass er keine Ahnung hat, von dem was er schreibt. Warum schreibt er dann überhaupt?  Wie sagt Dieter Nuhr doch so schön: Einfach mal Fresse halten.

Mir kommt gerade noch ein ganz anderer Verdacht, warum Ihr euch in der Bild-Redaktion so zurückhaltet und lieber darüber schreibt, dass es der Neid sei, der die Plagiatsvorwürfe so nach oben spielt. Ist es bei euch auch der Neid? Immerhin hat der feine Adelige ja bei der FAZ abgeschrieben und nicht bei euch.  Aber jetzt seid doch mal ehrlich, wenn er mit Schriftgröße 44 gearbeitet hätte, dann wäre das Abschreiben doch noch schneller aufgefallen. 🙂

Update: Gerade habe ich den Artikel veröffentlicht und danach mal beim BildBlog reingeschaut und was muss ich da lesen: Der Herr Wagner hatte ja doch mal Ahnung. Bei solch einer Vergesslichkeit, sollte er vielleicht mal seinen Doktor aufsuchen. Vielleicht tut es aber auch ein normaler Arzt. Denn er schreibt ja selbst: „Scheiß auf den Doktor“


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