E-Books oder nicht?

Im Moment sind E-Books ja mal wieder ein Thema. Die Zahlen wurden gerade veröffentlicht und die Publisher haben enorme Wachstumsraten vermeldet. Aber setzen sich die E-Books jetzt wirklich durch? Sind die Wachstumsraten nur aufgrund der niedrigen Vorgabe aus dem Vorjahr so hoch?

Amazon hat mit den Kindles jetzt auch in Deutschland das E-Book erstmals richtig gepusht und damit scheinbar auch Erfolg. Die Verkaufszahlen der Geräte sind beachtlich. Aber was Amazon irgendwie nicht geschafft hat, ist klar zu machen, dass man die E-Books auch auf fast allen anderen Geräten lesen kann. Es gibt für fast alle Plattformen ein Programm/App. Ich bin erst vor kurzem durch Zufall darauf aufmerksam geworden und ich würde mich durchaus als ganz gut informiert bezeichnen.

Ich besitze nun knapp ein Jahr ein Ipad, aber ein Buch habe ich darauf noch nicht gelesen. Ich lese Zeitungen und Zeitschriften, auch Fachmagazine. Aber ein Roman oder ein Biografie habe ich noch nicht gelesen. Die Biografie von Steve Jobs habe ich mir natürlich als E-Book gekauft.
Was ist passiert?
Ich habe in den 2 Monaten noch nicht ein Viertel des Buchs gelesen. In der Zwischenzeit aber schon drei gedruckte Bücher. Warum? Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich lese extrem viel auf dem Ipad, eben alles außer E-Books. Da ziehe ich immer noch ein Buch aus totem Holz vor. Ein klassisches Buch hat etwas von „abschalten“. Ich sitze den ganzen Tag vor einem elektronischen Gerät, da muss ich nicht auch noch ein „Lesebuch“ auf einem i-Dings lesen.
Vielleicht wäre es anders, wenn ich mehr mit der Bahn fahre. Da ist es doch mühsam immer noch zusätzlich ein Buch mitzuschleppen. Selbst im Urlaub habe ich lieber 3 Bücher mitgenommen als ein E-Book zu lesen.
Für mich bleiben E-Books für Fachliteratur eine tolle Sache, aber alles andere werde ich auf absehbare Zeit weiterhin als klassisches Buch lesen. Der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier.

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