Archiv für den Monat: Januar 2012

E-Books oder nicht?

Im Moment sind E-Books ja mal wieder ein Thema. Die Zahlen wurden gerade veröffentlicht und die Publisher haben enorme Wachstumsraten vermeldet. Aber setzen sich die E-Books jetzt wirklich durch? Sind die Wachstumsraten nur aufgrund der niedrigen Vorgabe aus dem Vorjahr so hoch?

Amazon hat mit den Kindles jetzt auch in Deutschland das E-Book erstmals richtig gepusht und damit scheinbar auch Erfolg. Die Verkaufszahlen der Geräte sind beachtlich. Aber was Amazon irgendwie nicht geschafft hat, ist klar zu machen, dass man die E-Books auch auf fast allen anderen Geräten lesen kann. Es gibt für fast alle Plattformen ein Programm/App. Ich bin erst vor kurzem durch Zufall darauf aufmerksam geworden und ich würde mich durchaus als ganz gut informiert bezeichnen.

Ich besitze nun knapp ein Jahr ein Ipad, aber ein Buch habe ich darauf noch nicht gelesen. Ich lese Zeitungen und Zeitschriften, auch Fachmagazine. Aber ein Roman oder ein Biografie habe ich noch nicht gelesen. Die Biografie von Steve Jobs habe ich mir natürlich als E-Book gekauft.
Was ist passiert?
Ich habe in den 2 Monaten noch nicht ein Viertel des Buchs gelesen. In der Zwischenzeit aber schon drei gedruckte Bücher. Warum? Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich lese extrem viel auf dem Ipad, eben alles außer E-Books. Da ziehe ich immer noch ein Buch aus totem Holz vor. Ein klassisches Buch hat etwas von “abschalten”. Ich sitze den ganzen Tag vor einem elektronischen Gerät, da muss ich nicht auch noch ein “Lesebuch” auf einem i-Dings lesen.
Vielleicht wäre es anders, wenn ich mehr mit der Bahn fahre. Da ist es doch mühsam immer noch zusätzlich ein Buch mitzuschleppen. Selbst im Urlaub habe ich lieber 3 Bücher mitgenommen als ein E-Book zu lesen.
Für mich bleiben E-Books für Fachliteratur eine tolle Sache, aber alles andere werde ich auf absehbare Zeit weiterhin als klassisches Buch lesen. Der Mensch ist eben doch ein Gewohnheitstier.

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Wulffs Telefonterror – Anruf bei SIXT

Unser Bundespräsident Christian Wulff ist offenbar unter die Telefonspammer gegangen und hat bei einigen Leuten des Axel Springer Verlag angerufen. Heute kommt heraus, dass er offensichtlich auch bei der Welt angerufen hat und einen Artikel verhindern wollte. Ja, es ist der Bundespräsident, der noch in Kuwait die Pressefreiheit für “Gaaannnzzz WICHTIG” erklärt hat.

Ich vermute mal, er es auch schon bei Sixt versucht hat. Immerhin haben die ja auch Werbung mit einem Bild von ihm und dem Spruch “Spaß kann man auch ohne reiche Freunde haben” gemacht.

So könnte es gelaufen sein:

Sixt: Herzlich Willkommen bei Sixt! Was kann ich für Sie tun?
CW: Guten Tag hier ist Wulff. Ich möchte mich beschweren. Sie machen Werbung mit mir und das möchte ich gerne verhindern.
Sixt: Sie möchten also ein Auto aus der aktuellen Werbung haben. Eins für jemanden ohne reiche Freunde?
CW: Nein, ich habe reiche Freunde und die geben mir auch mal ihre Autos. Ich möchte mich beschweren.
Sixt: Oh, da muss ich mal schauen. Hmmm. Ich erreiche gerade niemanden in der Beschwerdeabteilung.
CW: Dann geben Sie mir die Geschäftsleitung. Sie sprechen mit dem Bundespräsidenten Christian Wulff und nicht irgendeinem Hans Wurst.
Sixt: Bitte bleiben sie sachlich. Ich schaue was ich tun kann. Einen Moment bitte.

Sixt: Auch die Geschäftsleitung ist nicht erreichbar, sie können aber gerne eine Nachricht  hinterlassen. Ich verbinde sie.
Sixt-Anrufbeantwort: Bitte sprechen Sie nachdem Ton. *piep*
CW:  Guten Tag, hier spricht …. *schimpf*

Wen hat der Herr Bundespräsident denn eigentlich noch angerufen? Ich finde, jetzt ist ein Anruf von ihm bei Frau Merkel fällig und danach sollte er vor die Presse treten und seinen Rücktritt erklären. Gerne auch auf den Anrufbeantworter.

Hinweis in eigener Sache: Lieber Herr Wulff, wenn Sie auch mir eine Nachricht zu kommen lassen möchten, dann dürfen Sie gerne die Kommentarfunktion nutzen. Wenn Sie lieber telefonieren möchten, dann rufen Sie bitte meinen Assistenten Telefon-Paul unter 0711 – 50 88 55 24 an.

Update: Gerade noch einen schönen Artikel von Michael Spreng gefunden, den ich sehr gut finde: Das Schlusskapitel 

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