Football – Sport oder Show?

In den Vereinigten Staaten ist heute so etwas wie ein Feiertag. Heute ist der Tag des Superbowl und das Spiel hat gerade begonnen. In Deutschland überträgt die ARD und das wie ich finde recht gut. Aber das ist nicht mein Thema.

Mir geht es um das Spiel an sich. Football ist eigentlich ein toller Sport. Mannschaftssport, viel Action, viel Taktik, aber eben leider auch viele, viele Pausen. Das hat mich schon immer bei den Spielen der NFL Europe geärgert.  Grundsätzlich gehören die Pausen zum Spiel, alleine für die Besprechungen der Mannschaften, die Wechsel und so weiter.

Aber warum müssen die Pausen vom TV künstlich verlängert werden und ohne die „Erlaubnis“ des TV darf das Spiel nicht weitergehen? Da geht mir die Kommerzalisierung des Sports doch etwas weit. Ein Werbespot beim heutigen Superbowl kostet zum Beispiel bis zu 3 Millionen US-Dollar. Da ist doch klar, dass die Versuchung groß ist noch ein paar Pausen mehr einzubauen und ein paar Sekunden extra rauszuholen. Ob die Werbung beim Superbowl soviel wert ist? Das ist dann wieder ein anderes Thema.

Ich habe fast den Eindruck die Show ist wichtiger, auch für viele Zuschauer im Stadion. Was auf dem Feld passiert ist zweitrangig, wichtig ist die Show um das Spiel herum. Mit dem Höhepunkt in der Halbzeit. Ist es die Mentalität der Amerikaner? Verstehen die „ihren“ Sport gar nicht und gehen gar nicht wegen des Spiels zum Football?

Auch in anderen Sportarten rückt die Show immer mehr in den Vordergrund, egal ob beim Handball oder beim Fußball. Für mich stimmt da die Mischung noch, ich hoffe es kommt nie soweit wie in den USA beim Football. Klar, die Werbung und auch die Show ist nötig und dient letztlich auch dem Sport, aber das ist mir dann doch zuviel. Der Sport muss für mich immer im Vordergrund stehen.

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